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"Die Harfenistin Uschi Laar, weit entfernt vom Klischee des ätherischen Rauschgoldengels, spielt ihr Instrument mal mit der differenzierten Ästhetik einer klassischen Gitarristin, dann wieder mit dem fließenden Groove karibischer Steeldrums und gleich darauf mit der zeitlosen Melancholie eines Cembalos.

Orientalische Skalen verfließen mit ungeraden Metren des Balkans und der freien Improvisation des Jazz. Eine Harfe, die swingt und als Rhythmuskörper ein fulminantes Tempo vorgibt. Die wenig später eine melancholische Ballade webt und dann einen feurigen Tango draufsetzt. Uschi Laar scheint die Saiten nur zu streifen und wirkt wie verwachsen mit ihrem Instrument. Wenn sie ihre eigenen Läufe mit zweiter Stimme singend begleitet, gehen instrumentaler Klang und Stimme eine Synthese ein, bei der offen bleibt, wer die Impulse gibt: Harfe oder Stimme. Tief empfundenes wird zu Musik, Unaussprechliches wird mit Tönen übersetzt.“

(Süddeutsche Zeitung, 2000)

 

"Eigenständig und selbstbewusst sucht sie kontinuierlich die Verfeinerung ihres künstlerischen Ausdrucks, jenseits der bekannten üblichen Harfenklischees oder kommerziellen Anpassungszwänge. Sie ist heute vielleicht die reifste und schöpferischste Musikerin unter den Harfenspielern..."

(Flensburger Zeitung)

 

"Was aber für beinahe jeden Harfenisten ein kühnes Unterfangen ist, nämlich einen ganzen Abend allein zu bestreiten, das ging Laar spielerisch leicht von der Hand. Mit La Strada führte sie einen in die Klangwelt Südamerikas, gefolgt von einem faszinierenden Ausflug in ihre Verarbeitung indischer Ragas, bevor man mit keltischen Klängen bei der mittelalterlichen europäischen Tradition der Harfe angelangte. Zu allem wusste Laar prägnante erhellende Geschichten zu erzählen, ganz unaufdringlich brachte sie auch dem blutigsten Laien den Unterschied einer schottischen Schoßharfe, einer Pedal und einer Konzertharfe bei. Nicht zuletzt spielte sie die afrikanische Kora (eine gambianische Harfenlaute) und erzählte dazu ein bezauberndes afrikanisches Märchen."

(Frankfurter Allgemeine)

 

"Lyrische, fast möchte man sagen impressionistische Improvisationen wechseln ab mit furiosen Traditionals gespielt mit atemberaubender Virtuosität. Vor allem die Gabe ganz in der Musik aufzugehen und die starke Rhythmik prägten das Konzert..."

(Folksblatt)

 

"Der sanft glitzernde Klang des Instruments und Uschi Laar´s ruhige nachsinnende Spielweise näherten das Verschiedenste einander an. Der zupackende Rhythmus wurde unter ihren Händen luftig und einschmiegsam, die schwerblütige russische Melodie heiter und melancholisch. Die Musik von Uschi Laar lässt sich nicht einordnen oder vergleichen: Sie ist ihre eigene Schöpfung und auf ihre Art perfekt und einmalig."

(Münchner Merkur)